Helmut Schmidt – ein „alter Freund“ Chinas

Der Tod von Helmut Schmidt bewegt nicht nur die Menschen in Deutschland. Der ehemalige Kanzler wird in den Medien hier als „alter Freund“ Chinas bezeichnet. Auf der Website der China Daily ist eine Bildergalerie zu sehen, an deren Beginn das berührende Foto einer legendären Begegnung steht: Helmut Schmidts China-Besuch im Oktober 1975.

Helmut Schmidt mit Deng Xiao Ping am 29. Oktober 1975 in Peking

Helmut Schmidt mit Deng Xiao Ping am 29. Oktober 1975 in Peking

Schmidt war der erste deutsche Bundeskanzler, der 1975 China besuchte und der einzige,  der Mao getroffen hat.  Hierzulande genießt Schmidt großes Ansehen, das er sich durch zahlreiche Besuche in China sowie Bücher über das politische System des Landes verdient hat. Der ehemalige langjährige chinesische Botschafter in Deutschland, Ma Canrong, bezeichnet Schmidt als „real China Hand“, was ein großes Kompliment darstellt. In seinem 2013 erschienenen Buch „Ein letzter Besuch: Begegnungen mit der Weltmacht China“, beschreibt Schmidt, wie sich der Western mit Blick auf Chinas Aufstieg verhalten sollte. Und in seiner Rezension für das 2014 erschienene Buch des chinesischen Präsidenten „Xi Jinping: China regieren“ forderte er den Westen auf, „an die Stelle der Arroganz den fairen Wettbewerb“ zu setzen.

Helmut Schmidt und seine Frau Loki auf dem Platz des Himmlischen Friedens im Oktober 1975

Helmut Schmidt und seine Frau Loki in der Verbotenen Stadt am 30. Oktober 1975

Schmidt registrierte bei seinen zahlreichen Besuchen seit den Siebziger Jahren die großen wirtschaftlichen und politischen Fortschritte Chinas und würdigte sie entsprechend. Er sagte einmal, dass es ihn schon immer gestört habe, dass die oberste Riege chinesischer Politiker besser über den Westen Bescheid wüsste als der Westen über China.

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